Die Welt der Tiere ist voller Geheimnisse, doch wie genau sie denken, fühlen und miteinander kommunizieren, ist ein faszinierendes Forschungsgebiet. In diesem Bereich erforschen Wissenschaftler, wie Lebewesen ihre Umwelt wahrnehmen, Probleme lösen und komplexe soziale Bindungen eingehen. Es geht dabei nicht nur um Instinkte, sondern um die tiefgründigen kognitiven Prozesse, die das Verhalten von Vögeln, Säugetieren und sogar Insekten steuern.

Auf Gist.Science haben wir uns darauf spezialisiert, diese neuesten Erkenntnisse von bioRxiv direkt für Sie zugänglich zu machen. Wir bearbeiten jeden neuen Preprint in dieser Kategorie und erstellen sowohl verständliche Zusammenfassungen für den Laien als auch detaillierte technische Auswertungen. So können Sie die neuesten Entdeckungen über tierisches Lernen, Gedächtnis und Emotionen sofort nachvollziehen, ohne sich durch komplizierte Fachbegriffe kämpfen zu müssen.

Die folgende Liste zeigt Ihnen die aktuellsten Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Tierverhaltensforschung und Kognition, die wir für Sie aufbereitet haben.

📄 animal behavior and cognition

Zebrafish facility report on implementation of artificial plants as structural enrichment

Diese Studie zeigt, dass die Einführung künstlicher Pflanzen als strukturelle Bereicherung in der Zebrafisch-Haltung zwar kostengünstig und ohne negative Auswirkungen ist, jedoch in einem bereits optimalen System mit hohen Überlebensraten keine signifikanten Verbesserungen bei Fortpflanzung, Pathogenlast oder Verhaltenspräferenzen bewirkte.

Krachni, A. Y., Busch, R., Brakus, I., Schumann, A., Wilzopolski, J., Ohnesorge, N.2026-02-24
📄 animal behavior and cognition

Bottom-up and generative computations uniquely explain neural responses across the social brain

Diese Studie widerlegt die Hypothese einer strikten räumlichen Arbeitsteilung im sozialen Gehirn, indem sie zeigt, dass sowohl bottom-up-verarbeitende als auch generative Inferenzmodelle die neuronale Aktivität in den Regionen pSTS und TPJ gleichermaßen erklären, was auf eine zeitliche statt räumliche Hierarchie der sozialen Kognition hindeutet.

Malik, M., Kim, M., Shu, T., Liu, S., Isik, L.2026-02-22
📄 animal behavior and cognition

Geomagnetic and visual cues guide seasonal migratory orientation in the nocturnal fall armyworm, the worlds most invasive insect

Die Studie zeigt, dass der invasivste Schädling der Welt, der Wanderheerwurm, für seine saisonale nächtliche Orientierung sowohl auf geomagnetische als auch auf visuelle Signale angewiesen ist, wobei visuelle Reize für eine stabile magnetische Navigation unverzichtbar sind.

Ma, Y.-B., Wan, G., Ji, Y., Chen, H., Gao, B.-Y., Yu, D.-H., Warrant, E., Wu, Y., Chapman, J. W., Hu, G.2026-02-21
📄 animal behavior and cognition

How Resource Heterogeneity and Social Threat Shape Intergroup Tolerance: Insights from a Spatial Agent-Based Model

Diese Studie nutzt ein räumliches agentenbasiertes Modell, um zu zeigen, wie die Kombination aus Ressourcenheterogenität und der Bedrohung durch einzelne Männchen durch erhöhte Überlappung und wiederholte Begegnungen die Entstehung von Toleranz zwischen sozialen Gruppen fördert, ohne dass eine explizite Koordination erforderlich ist.

Grueter, C. C.2026-02-21
📄 animal behavior and cognition

The Training Village: an open platform for continuous testing of rodents in cognitive tasks

Die Studie stellt das „Training Village" vor, eine offene, kostengünstige und vollautomatisierte Plattform, die es ermöglicht, Nagetiere durch kontinuierliches Training in komplexen kognitiven Aufgaben zu untersuchen und dabei Verhaltensdaten aus dem Heimkäfig mit der Aufgabenleistung zu verknüpfen.

Serrano-Porcar, B., Marin-Campos, R., Rodriguez, J., Barezzi, C., Vasoya, H., Kean, D., Pottinger, D., Taylor, A. H., Ve (…)2026-02-20
📄 animal behavior and cognition

Automatic pain face analysis in mice: Applied to a varied dataset with non-standardized conditions

Die Studie stellt einen auf einem großen, diversen Datensatz trainierten Deep-Learning-Modell vor, das die automatische Schmerzerkennung bei Mäusen mittels der Mouse Grimace Scale unter nicht-standardisierten Bedingungen ermöglicht und dabei die Genauigkeit menschlicher Bewerter übertrifft.

Andresen, N., Wöllhaf, M., Wilzopolski, J., Lang, A., Wolter, A., Howe-Wittek, L., Bekemeier, C., Pawlak, L.-I., Beyer (…)2026-02-18
📄 animal behavior and cognition

Phase response curve and RNA-sequencing demonstrate spiders' sensitivity to light and pinpoint candidate light-responsive genes

Die Studie zeigt, dass die Radnetzspinne *Metazygia wittfeldae* durch eine Typ-0-Phasenantwortkurve und lichtinduzierte Genexpressionsänderungen, darunter umgekehrte Expressionstrends und spezifische Uhrengene, eine hohe Lichtempfindlichkeit und einen einzigartigen circadianen Mechanismus aufweist.

Toporikova, N., Cheng, W., Cheng, L., Mah, A., Clarke, T., Jones, T. C., Moore, D., Ayoub, N. A.2026-02-18